Lange 1 Zeitzone Gelbgold
Konzeption & Geschichte
Die Lange 1 zählte 1994 zu den vier Gründungsmodellen der wiedergegründeten Manufaktur. Ihre dezentrale Zifferblattarchitektur prägte seither das Erscheinungsbild der Marke. 2005 erweiterte A. Lange & Söhne die Kollektion um die Lange 1 Zeitzone. Sie ergänzt einen drehbaren Städtering und eine zweite Zeitanzeige für Reisende – die charakteristische Anordnung der Lange 1 bleibt dabei unverändert. Neben Gelbgold gab es die Lange 1 Zeitzone von Beginn an auch in Rotgold und Platin. Die Referenz 116.021 in Gelbgold mit champagnerfarbenem Zifferblatt gehörte zu dieser Einführungsserie und wurde bis 2017 gefertigt. Das hier angebotene Exemplar wurde 2007 erstmalig verkauft.
Kaliber & Technik
Angetrieben wird die Uhr vom Manufakturkaliber L031.1. Es handelt sich um ein Handaufzugswerk mit Doppelfederhaus. Die Gangreserve beträgt 72 Stunden, die Unruhfrequenz liegt bei 21.600 Halbschwingungen pro Stunde. Das Kaliber besteht aus 417 Teilen. Es zeigt eine Dreiviertelplatine aus naturbelassenem Neusilber sowie verschraubte Goldchatons. Der Unruhkloben ist handgraviert und mit einer Schwanenhals-Feinregulierung ausgestattet. Durch den Saphirglasboden sind Glashütter Streifenschliff und Perlage sichtbar. Ein Drücker bei 8 Uhr schaltet den Städtering weiter. Dabei synchronisiert sich die Heimatzeit-Anzeige mit dem jeweiligen Tag-/Nacht-Indikator. Ein Sekundenstopp erleichtert die exakte Zeiteinstellung. 2026 durchlief die Uhr bei A. Lange & Söhne einen vollständigen Werksservice mit Bauteilaustausch. Dies ist durch den beiliegenden Service-Beleg dokumentiert.
Gehäuse & Material
Das Gehäuse besteht aus 18 Karat Gelbgold. Der Durchmesser beträgt 41,9 mm, die Gehäusehöhe 11 mm. Die Wasserdichtigkeit liegt bei 3 bar. Der Gehäuseboden ist sechsfach verschraubt und besteht aus Saphirglas. Er gewährt Einblick auf das Kaliber. Die Lünette ist poliert und setzt sich vom satinierten Mittelteil ab. An der Uhr ist ein dunkelbraunes Alligatorlederband mit Gelbgold-Dornschließe montiert.
Ästhetik & Ablesbarkeit
Das Zifferblatt ist champagnerfarben und aus Massivsilber gefertigt. Stunden- und Minutenanzeige liegen dezentral im oberen linken Bereich. Darunter befindet sich die kleine Sekunde. Rechts daneben liegt die Großdatumsanzeige. Der äußere Städtering umfasst 24 Referenzorte. Bei 5 Uhr zeigt ein zweites Hilfszifferblatt die Zeitzonenzeit mit Tag-/Nacht-Indikator. Zwischen 2 Uhr und 4 Uhr liegt die Gangreserveanzeige als Skala. Goldene römische Ziffern markieren XII, IX und III. Applizierte Indizes ergänzen das Bild. Lumineszierende Elemente sind nicht vorhanden.
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