Rolex Cosmograph Daytona 116520
Konzeption & Geschichte
Die Referenz 116520 markierte im Jahr 2000 den Übergang der Cosmograph Daytona zu einem vollständig manufaktureigenen Chronographenkaliber und löste die Vorgängerreferenz 16520 mit ihrem modifizierten Zenith-El-Primero-Werk ab. Vorgestellt wurde das neue Konzept im März 2000 auf der Baseler Uhrenmesse; die Umstellung von einem zugekauften auf ein manufaktureigenes Chronographenwerk zählt zu den bedeutendsten technischen Zäsuren in der Modellgeschichte der Daytona. Bis zur Ablösung durch die Cerachrom-Lünette der Referenz 116500LN im Jahr 2016 blieb die 116520 mit ihrer Edelstahl-Tachymeterlünette im Programm. Das hier angebotene Exemplar trägt das für diese Referenz parallel angebotene weiße Zifferblatt mit silbernen Totalisatoren-Ringen.
Kaliber & Technik
Angetrieben wird die Uhr vom Kaliber 4130, dem ersten vollständig in Eigenregie entwickelten Automatik-Chronographenwerk von Rolex. Die vertikale Kupplung sowie die direkte Kopplung von Minuten- und Stundenzähler reduzieren die Bauteilanzahl gegenüber klassischen Chronographenkonstruktionen erheblich. Das Kaliber besteht aus 290 Bauteilen und ist mit 44 Steinen gelagert. Das Werk verfügt über eine Parachrom-Spirale, ist chronometerzertifiziert (C.O.S.C.) und bietet eine Gangreserve von 72 Stunden bei einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde.
Gehäuse & Material
Das 40 mm messende Gehäuse besteht aus Edelstahl 904L, von Rolex als Oystersteel bezeichnet. Die Krone ist als Triplock-Schraubkrone ausgeführt, die Drücker der Stoppfunktion sind verschraubt. Der Gehäuseboden ist massiv und ungraviert. Der Hornabstand beträgt rund 47 mm bei einer Bauhöhe von knapp über 12 mm, wodurch sich die Uhr für einen Chronographen vergleichsweise flach am Handgelenk präsentiert. In Kombination mit der Edelstahl-Tachymeterlünette erreicht das Modell eine Wasserdichtigkeit von 100 Metern.
Ästhetik & Ablesbarkeit
Das weiße Zifferblatt zeigt die drei Hilfszifferblätter – 30-Minuten-Zähler bei 9 Uhr, 12-Stunden-Zähler bei 3 Uhr und permanente Sekunde bei 6 Uhr – mit silbernen Totalisatoren-Ringen, deren feine konzentrische Guillochierung sowie schwarze Ziffern- und Indexdrucke sie optisch vom weißen Zifferblattgrund absetzen. Der Schriftzug „DAYTONA“ erscheint in Rot oberhalb des unteren Totalisators. Stundenindizes und Zeiger tragen lumineszierende Masse, der Chronographen-Sekundenzeiger ist schwarz abgesetzt. Die vorliegende Uhr zeigt deutliche, aber funktionserhaltende Tragespuren, wie sie für ein seit 2014 im Einsatz befindliches Exemplar zu erwarten sind.
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