Rolex Explorer II
Konzeption & Geschichte
Die Referenz 16570 der Explorer II Linie repräsentiert die konsequente Weiterentwicklung der Höhlenforscheruhr, welche ursprünglich für Speleologen konzipiert wurde. Eingeführt in den späten 1980er Jahren, etablierte dieses Modell die unabhängige Verstellbarkeit des Stundenzeigers, was das Ablesen einer zweiten Zeitzone ermöglichte. Mit dem Erstverkaufsdatum von circa 1989 entstammt dieses Exemplar einer frühen Produktionsphase der 16570, die in Sammlerkreisen aufgrund spezifischer Zifferblattmerkmale hoch geschätzt wird. Die Funktionalität als echte GMT-Uhr untermauert den pragmatischen Instrumentencharakter der Serie.
Kaliber & Technik
Im Inneren der Uhr arbeitet das automatische Kaliber 3185, ein vollständig im eigenen Haus entwickeltes und gefertigtes Uhrwerk. Diese Mechanik bietet eine Gangreserve von 50 Stunden und operiert mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Die Architektur profitiert von einer freischwingenden Breguet-Spirale sowie einer robusten Stoßsicherung, welche die Konstruktion vor Erschütterungen schützt. Kürzlich durchgeführte Wartungsarbeiten, dokumentiert durch den WEMPE-Service im Jahr 2026, gewährleisten eine exzellente Amplitude und höchste mechanische Zuverlässigkeit für den täglichen Gebrauch.
Gehäuse & Material
Das Oyster-Gehäuse mit einem Durchmesser von 40 mm ist aus extrem korrosionsbeständigem Edelstahl 904L gefertigt, einer Legierung, die in der horologischen Industrie höchste Maßstäbe setzt. Die feststehende Lünette mit 24-Stunden-Graduierung weist das charakteristische radiale Finish auf. Die Wasserdichtigkeit ist konstruktiv auf 100 Meter (10 ATM) ausgelegt, gesichert durch das Twinlock-Kronensystem sowie den massiven, verschraubten Gehäuseboden. Der vorliegende Zustand präsentiert sich durch die umfassende Revision auf höchstem Niveau, wobei die Linienführung der Gehäuseflanken respektiert wurde.
Ästhetik & Ablesbarkeit
Das weiße Zifferblatt, unter Kennern als „Polar“ bekannt, maximiert den Kontrast zu den schwarz umrandeten Indizes. Diese Gestaltung garantiert unter allen Lichtverhältnissen eine optimale Lesbarkeit. Der rote 24-Stunden-Zeiger setzt einen funktionalen Farbakzent, der mit den Indexierungen der Edelstahllünette korrespondiert. Ein Datumsfenster unter der Zykloplupe bei drei Uhr ergänzt das Layout, geschützt durch ein kratzfestes Saphirglas. Die klare Instrumentenoptik verzichtet auf unnötiges Dekor, wodurch der utilitaristische Kern dieser Referenz kompromisslos in den Vordergrund rückt.
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