Patek Philippe Chronograph 5070G-001 Grande Taille
Konzeption & Geschichte
Die Referenz 5070 debütierte 1998 auf der Baselworld und markierte die Rückkehr von Patek Philippe zum unkomplizierten Chronographen nach rund drei Jahrzehnten Pause – zuletzt hatte die Manufaktur die Referenz 1463 gefertigt. Das Gehäusekonzept griff die Proportionen eines großformatigen Schleppzeiger-Chronographen von 1952 (Ref. 2512) auf, der im Patek Philippe Museum in Genf verwahrt wird. Die zunächst in Gelbgold eingeführte Baureihe wurde ab etwa 2001/2002 auch in Weißgold gefertigt; das vorliegende Exemplar 5070G-001 stammt aus dem Jahr 2004.
Kaliber & Technik
Das Kaliber CH 27-70 basiert auf dem grundlegend überarbeiteten Lemania-Rohwerk 2310, das 1986 erstmals in der Referenz 3970 verbaut wurde. Es verfügt über Schaltradsteuerung, horizontale Kupplung und 24 Steine und schwingt mit 18.000 Halbschwingungen pro Stunde (2,5 Hz). Anglage, Polieren, Perlung und Satinierung sowie das Genfer Siegel dokumentieren die manuelle Finissage. Mit nur 27,5 mm Durchmesser bleibt das Werk deutlich kleiner als das Gehäuse; die mehrstufige Bodenkonstruktion lässt es durch den Sichtboden dennoch raumfüllend erscheinen. Die Referenz 5070 war der letzte Patek-Philippe-Chronograph auf Fremdkaliber-Basis vor der Umstellung auf Manufakturkaliber.
Gehäuse & Material
Das Gehäuse aus 18k Weißgold misst 42 mm im Durchmesser und war bei Einführung die größte in Serie gefertigte Armbanduhr, die Patek Philippe seit 1950 aufgelegt hatte. Trotz dieser Dimension bleibt die Bauhöhe mit rund 11,5 mm moderat. Die mehrstufige Konstruktion zeigt sich an Lünette, Bandanstößen und verschraubtem Saphirglasboden und verleiht dem Gehäuse sein charakteristisches, gestuftes Profil. Die rechteckigen Chronographendrücker und die proportionierte Aufzugskrone unterstreichen die klare, technische Formsprache des Gehäuses.
Ästhetik & Ablesbarkeit
Das Zifferblatt in Silber (Argenté) kombiniert eine Tachymeterskala mit äußerer Bahnschienen-Minuterie, applizierten Weißgold-Ziffern und blattförmigen Zeigern. Die beiden Chronographen-Totalisatoren – kleine Sekunde bei 9 und 30-Minuten-Zähler bei 3 – sitzen aufgrund der kompakten Werksgröße auffällig nah am Zentrum und gliedern das Zifferblatt symmetrisch. Insgesamt fünf Zeiger sorgen trotz der technischen Dichte für eine klare, unaufgeregte Ablesbarkeit. Die zurückhaltende Farbgebung des Zifferblatts lässt die technische Anordnung der Anzeigen klar hervortreten, ohne von Verzierungen abgelenkt zu werden.
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